23. August 2010

 

Aus:

JE: 38,44

Von der Freude über den zurückgekehrten Sohn

 

Ein Mann hatte zwei Söhne. Der jüngere Sohn sagte zu ihm:

„Vater! – Gib mir mein Erbteil!“

Da teilte er unter ihnen seinen ganzen Besitz.

Nach nicht vielen Tagen raffte

der jüngere Sohn alles zusammen,

ging davon in ein fernes Land und brachte dort

sein ganzes Erbteil durch.

Als er alles, was er besaß, durchgebracht hatte,

entstand eine Hungersnot in jenem Land.

Da verdingte er sich an einem Bewohner jenes Landes,

der ihn auf seine Felder schickte, Schweine zu hüten.

Nun fing er an, Mangel zu leiden,

so dass er sehnlich begehrte, seinen Bauch zu füllen

mit den Johannesbrotschoten, die die Schweine fraßen,

aber niemand gab sie ihm.

Als er zur Einsicht gekommen war, da überlegte er:

„Wie viele Tagelöhner im Haus meines Vaters

haben jetzt Brot im Überfluss!

Ich aber komme hier um vor Hunger.

Ich werde zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen:

Vater! – Ich habe gesündigt vor Gott und vor dir.

Ich bin nicht wert, dein Sohn genannt zu werden.

Mach mich zu einem deiner Tagelöhner!“

Dann stand er auf und ging zu seinem Vater.

Als er aber noch weit entfernt war,

sah ihn sein Vater, erbarmte sich seiner,

lief, fiel ihm um den Hals und küsste ihn.

Da sagte sein jüngerer Sohn zu ihm:

„Vater! – Ich habe gesündigt vor Gott und vor dir.

Ich bin nicht wert, dein Sohn genannt zu werden.

Mach mich zu einem deiner Tagelöhner!“

Aber sein Vater befahl seinen Dienern: „Schnell!

Holt das Festgewand, und zieht es ihm an!

Steckt ihm einen Siegelring an die Hand!

Zieht ihm Sandalen an die Füße!

Holt das gemästete Kalb und schlachtet es!

Lasst uns essen und fröhlich sein!

Denn dieser mein Sohn:

Er war „tot“. Seht! Er wurde „wieder belebt!“

Er war verloren. Seht! – Er wurde wieder gefunden.“

 

 

 

Geliebte!

 

Ist das deine Geschichte?

In welchem Abschnitt dieser Geschichte bis du gerade jetzt?

 

AMEN

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