19. Juni 2010

 

Aus:

JE: 32,6

 

Jesus wird von Maria gesalbt

 

Ein Pharisäer namens Simon lud Jesus ein,

ein Gastmahl bei ihm einzunehmen.

Jesus ging in das Haus des Pharisäers

und legte sich zu Tisch. Es lebte eine Dirne in jenem Ort.

Nachdem sie erfahren hatte,

dass Jesus zu Tisch lag im Haus des Pharisäers,

ging sie zu ihm.

Sie trug eine Vase mit Salböl,

näherte sich Jesus von hinten

und kniete weinend zu seinen Füßen nieder.

Ihre Tränen, die dabei auf seine Füße fielen,

wischte sie ab mit ihren langen Haaren.

Darauf küsste sie Jesu Füße und salbte sie mit dem Salböl.

Als der Pharisäer das sah, dachte er:

Dieser! – Wenn er ein Prophet wäre,

so würde er wissen, wer sie ist:

welche Art Frau dies ist,

dass es eine Dirne ist, die ihn berührt.

Jesus sagte:

Simon! – Ich habe dir etwas zu sagen.

Simon antwortete:

Sag es, Meister!

Da erzählte Jesus:

Ein Geldverleiher hatte zwei Schuldner.

Der eine schuldete ihm fünfhundert Denare,

der andere schuldete ihm fünfzig Denare.

Und weil sie nichts hatten,

womit sie zurück zahlen konnten,

erließ er beiden ihre Schulden.

Was meinst du, Simon? Wer wird ihm dankbarer sein?

Simon antwortete: Ich denke jener,

dem er mehr vergeben hat.

Jesus erwiderte: Du hast richtig geurteilt.

Dann sagte er zu Simon, indem er auf die Frau deutete:

Siehst du diese Frau?

Ich kam in dein Haus. – Du wuschest mir nicht die Füße.

Sie aber wusch meine Füße mit ihren Tränen.

Du gabst mir keinen Kuss.

Sie aber küsste mir die Füße.

Du salbtest mir nicht den Kopf.

Sie aber salbte meine Füße mit Salböl.

Amen, amen! – Ich sage dir: Jedem, der sehr dankbar ist –

ihm wird Gott viel vergeben lassen.

Jedem, der wenig dankbar ist –

ihm wird Gott wenig vergeben lassen.

Zu der Frau aber sagte er:

Gott wird dir deine Sünden vergeben lassen. Geh in Frieden!

 

 

Geliebte!

 

Ihr habt ein Dach über dem Kopf!

Seid ihr dankbar?

Nein, denn ihr macht euch Gedanken,

wie ihr mehr und anderes bauen könnt.

Ihr habt jeden Tag zu essen!

Seid ihr dankbar?

Nein, ihr überlegt, was ihr noch Besseres haben könnt.

Ihr habt eine Gemeinschaft und Familie!

Seid ihr dankbar?

Nein, ihr nährt sie nicht,

sondern ihr nährt nur euch selbst!

 

Seid dankbar – dem VATER IN ALLEM,

dann wird alles zu LICHT und LEBEN!

 

AMEN

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