23. Mai 2010

 

Aus:

JE: 28,18

 

Simon verleugnet Jesus

 

Simon und Johannes waren Jesus und den Tempelpolizisten

von weitem gefolgt –bis zum Palast des Kajafas.

Johannes war ihm bekannt.

Darum durfte er mit Jesus zugleich in den Palasthof gehen.
Simon aber stand draußen vor dem Tor.
Doch kurz darauf – er hatte mit dem Torhüter gesprochen –

kam Johannes wieder heraus und ließ Simon herein.

Als die Tochter des Torhüters Simon sah, fragte sie ihn.

Bist nicht auch du einer seiner Schüler?!

Simon leugnete: Ich kenne den Mann nicht,

von dem du sprichst.

Darauf ging er weg, hinaus in den Vorhof.

Im selben Augenblick krähte der Hahn zum ersten Mal.

Einige Diener des Hochpriesters und einige Tempelpolizisten

hatten im Hof ein Feuer gemacht.

Sie standen dort, um sich daran zu wärmen, denn es war kalt.

Als Simon sich zu ihnen stellte, fragte einer von ihnen:

Habe ich dich nicht bei ihm im Garten gesehen?!

Wieder leugnete Simon: Ich kenne ihn nicht!

Einige Zeit später sagten die Dastehenden zu Simon:

Wahrhaftig! – Auch du bist einer von ihnen.

Denn sogar dein Dialekt ist derselbe.

Darauf fing er an, zu fluchen und zu schwören:

Ich kenne den Mann nicht, von dem ihr sprecht!

Im selben Augenblick krähte der Hahn zum zweiten Mal.

Da erinnerte sich Simon an den Ausspruch Jesu:

„Der Hahn wird nicht krähen – zwei Mal,

bevor du mich verleugnet hast – dreimal.“

Danach ging er schnell hinaus und weinte bitterlich.

 

 

Geliebte!

 

So zu sein ist, weil ihr gewöhnliche Menschen seid.

Wenn ihr euch in Mir erhebt,

dann werdet ihr Mut haben.

Dann seid ihr keine gewöhnlichen Menschen mehr.

 

Verachtet jedoch nicht die gewöhnlichen Menschen,

denn es ist nur ein Moment, indem sich der Mensch erhebt.

Ist er jedoch durch euer Urteil erniedrigt,

wie kann er sich erheben!??

Ich liebe euch so sehr.

Übt euch in der Treue!

 

AMEN

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