28. April 2010

 

Aus:

JE: 24,11

 

Jesus und die Ehebrecherin

 

Während Jesus im Tempelvorhof war,

kamen viele Menschen zu ihm, um ihm zuzuhören.

Da setzte er sich und lehrte sie.

Plötzlich kamen Pharisäer.

Sie brachten eine junge Frau zu ihm,

die beim Ehebruch ertappt worden war.

Sie stellten sie in die Mitte und sagten:

Meister! – Diese Frau wurde soeben ergriffen

    – auf frischer Tat – bei einem Ehebruch.

In der Thora hat Mose geboten, solche zu steinigen.

Sollen wir sie steinigen? Was sagst du?

Das sagten sie aber nur,

um ihm eine Falle zu stellen.

Doch Jesus bückte sich

und schrieb mit einem Finger auf die Erde.

Als sie aber darauf beharrten, dass er antwortete,

richtete er sich auf und sagte:

 

Wer unter euch ist – ohne Sünde?

Er werfe zuerst einen Stein auf sie!

 

Danach bückte er sich wieder

und schrieb weiter auf die Erde.

Die Pharisäer aber,

nachdem sie diesen Ausspruch gehört hatten,

gingen einer nach dem anderen nach Hause:

von den Greisen bis zu den Jünglingen.

Zuletzt war Jesus allein mit der jungen Frau.

Er richtete sich auf und fragte:

 

Frau! – wo sind deine Ankläger?

Hat niemand dich verurteilt?

 

Sie antwortete: Nicht einer, Herr!

Er erwiderte:

 

Auch ich verurteile dich nicht.

Geh! – Sündige nicht mehr – von jetzt an!

 

 

 

Geliebte!

 

Eine große Vision!

Niemanden zu verurteilen – ehe man selbst rein ist.

Ist man rein – verurteilt man ohnehin keinen mehr!

 

Vieles wird aus diesem Gleichnis gemacht –

doch nicht die Erkenntnis daraus gezogen,

die es bewirken sollte!

 

AMEN

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